
Franko-kanadische Literatur
Die Literatur Kanadas ist ebenso vielfältig wie die Bevölkerung. Dabei werden vor allem in der franko-kanadischen Literatur die verschiedenen Gegebenheiten des Landes behandelt und auch die Zwiespältigkeit, unter der die Menschen teilweise leiden. Die Menschen, die in Kanada leben und französischsprachig sind, versuchten stets in der Literatur die eigene Kultur und die eigene Existenz zum restlichen Kanada abzugrenzen. Dies Auseinandersetzung findet sich sogar heute noch in der Literatur bei verschiedenen Autoren. so bei Drew Hayden Taylor, der allerdings indianischer Abstammung ist. Er soll hier stellvertretend genannt werden für die vielen Autoren, die sich mit der Abstammungsgeschichte und den komplizierten Verwicklungen im Leben der französischsprachigen Menschen in einem englischsprachigen Land befassen.
Die franko-kanadische Literatur entwickelte sich seit ungefähr dem späten 18. Jahrhundert und folgte dabei den vorgegebenen Stilrichtungen aus Frankreich. Dabei sind Merkmale des Klassizismus und der Romantik zu bemerken, wie beim Schriftsteller Louis Honore Frechette vorkommen. Auch der Symbolismus kommt nicht zu kurz, unter anderem bei Albert Lozeau. Die Autoren, die sich mit Romanen befassten, behandelten eher Themen, die sich um die Region drehten. Berühmte Schriftsteller sind hier M.-C. Blais und L. Hemon. Je mehr Quebec nach Unabhängigkeit vom anglophonen Kanada strebte, desto mehr wurden diese Problem auch in den schriftstellerischen Werken behandelt. So bei Jacques Ferron und Jaques Godbout. Nicht weniger wichtig ist allerdings die Lyrik. Bedeutende Vertreter sind hier Rina Lasnier, Nicole Brossard und Gasron Miron. Wer sich eher für Kurzgeschichten interessiert, wird sicherlich Alice Munro kennen. Ansonsten unterscheidet sich die franko-kanadische Literatur kaum von anderen: Sie spiegelt zeitgeschichtliche Probleme wider und soll unterhalten.